Kinder sprechen nicht mehr?

In den Pädagogischen Beratungsstellen sind insbesondere Psychologen und Sozialpädagogen, aber auch Kinder- und Jugendpsychotherapeuten, Medizinpädagogen, Ärzte und andere Fachkräfte beschäftigt. Oft verfügen sie über eine zusätzliche Spezialausbildung, beispielsweise in Verhaltenstherapie, Gesprächspsychotherapie, Psychoanalyse, Spieltherapie oder Familientherapie. Einige sind besser qualifiziert, um mit speziellen Zielgruppen umzugehen (z. B. Scheidungsfamilien, Alleinerziehende, Adoptivfamilien oder Adoptivfamilien). Elternbeiräte sind immer ehrenamtlich, das heißt, Eltern müssen sich in der Regel anmelden und mitarbeiten. Auf fast alle Beratungsangebote besteht ein Anspruch. Auch die Bildungsberatung ist kostenlos. Berater unterliegen der Verschwiegenheitspflicht, d. h. das Gesagte im Gespräch wird vertraulich behandelt. Nur so kann ein Vertrauensverhältnis zum Auftraggeber aufgebaut werden, in dem Zweifel und ganz persönliche Probleme geklärt werden können. Der Inhalt des Gesprächs kann mit schriftlicher Zustimmung der Eltern beispielsweise an den Kindergarten oder das Jugendamt übermittelt werden. Zum ersten Treffen werden in der Regel sowohl die Eltern als auch das Kind oder die ganze Familie eingeladen. Die Berater sprechen mit ihnen über besondere Probleme und möglicherweise deren Ursachen. Es folgen Anamnese und Diagnose, manchmal unter Verwendung von Tests und anderen psychologischen Forschungsmethoden. Je nach Problemstellung erfolgt eine mehr oder weniger lange Beratung oder Behandlung, die z. - Einzelgespräche - Familienberatung - Psychotherapeutische, heilpädagogische und ähnliche Aktivitäten für das Kind - Krisenintervention - Elterngruppen oder - Kindergruppen enthalten kann. Der Fokus der Arbeit der Berater ist familiär und ganzheitlich. Darüber hinaus beraten Bildungsberater pädagogische Fachkräfte wie Erzieher und Lehrer (einschließlich Fallbesprechungen) und übernehmen häufig Supervisionen. Sie organisieren Informationsveranstaltungen zu Erziehungsthemen oder nehmen als Referenten oder Gesprächspartner an Elternversammlungen in Bildungseinrichtungen teil. Das folgende Fallbeispiel gibt einen Eindruck von der Arbeit einer Beratungsstelle. Bang bang bang im Kindergarten... oder sprechen unsere Kinder vielleicht nicht mehr? Steffi ist 5,3 Jahre alt und geht seit etwa einem Jahr in den Kindergarten. Sie ist ein sportliches Mädchen, keine Leiter ist ihr zu hoch. Er hat viele Freunde im Kindergarten und spielt gerne Fußball oder andere Bewegungsspiele mit den Kindern. Auffallend ist das Fehlen kindlicher Sprache. Wenn sie Geschichten erzählen oder Bilderbücher zusammenfassen, ist ihr Wortschatz sehr begrenzt; versuchen Sie dies mit Gesten und verschiedenen Geräuschen auszugleichen. Der Klassenlehrerin fällt auf, dass Steffi viel über Fernsehsendungen redet, in denen sie „pingt", „brummt" und „knallt". In einer kleinen Gruppe von Vorschulkindern wirkt sie oft unkonzentriert und weigert sich, an bestimmten Aufgaben zu arbeiten. Da die Einschulungsfrist näher rückt, wird ein Elternabend anberaumt. Dort erfährt der Nachhilfelehrer von einer gestressten Mutter, die manchmal von fünf Kindern überfordert ist, dass Steffis älterer Bruder wegen Sprachproblemen in den Diagnose- und Korrekturunterricht geht. Die Mutter sagt, sie traue sich oft „nicht", auf „große" Kinder aufzupassen, und setze sie einfach vor den Videorecorder. Haushalt, Kinder und Hausaufgaben würden ihr zu schwer werden. Nach Überzeugung erklärt sich die Mutter bereit, einen Termin in der Pädagogischen Klinik zu vereinbaren. Frau X. und Steffi besuchen eine Klinik für Eltern. Nach einigen Sitzungen kristallisieren sich zwei Problembereiche heraus: Erstens benötigt das Mädchen dringend Unterstützung für die sprachliche und geistige Entwicklung. Zweitens muss sich die Mutter vom überwältigenden Alltag befreien. Steffi nimmt jetzt an wöchentlichen Spielen in der Klinik teil. In dieser Gruppe, geleitet von einer betreuenden Lehrkraft mit Zusatzausbildung in autogenem Training, befinden sich fünf Kinder mit Problemen in der intellektuellen Entwicklung. Zusammen mit Märchenmotiven werden Entspannungsübungen durchgeführt, die die Fantasie der Kinder anregen und helfen, Konzentrationsschwäche zu überwinden. Dank autogenem Training finden Kinder innere Ruhe und entwickeln neue Energie, um Lerninhalte gezielt aufzunehmen. Außerdem begünstigen Märchen durch ihre klare Sprache und Ausdrucksweise die Erweiterung des Wortschatzes. Sie ermöglichen es Ihnen, Gefühle zu verbalisieren und die Handlungen der Geschichte logisch nachzubilden. Die typischen Märchenwiederholungen erleichtern den Sprachaufbau. Darüber hinaus haben Kinder in dieser Spielgruppe vielfältige Möglichkeiten, ihre Sprache zu entwickeln, zum Beispiel durch Bilderbücher, das Kommentieren von Scharaden, Pantomimenspielen und Bildergeschichten. Methoden zur Stimulierung der psychomotorischen Wahrnehmung (z. B. ein Kind erklärt seinem Partner ein Bild, das vor ihm liegt und das er nachmachen muss) helfen Kindern in ihrer Entwicklung. Aber auch der Mutter wird geholfen: Nach mehreren persönlichen Gesprächen mit der Psychologin der Klinik wird deutlich, dass die Frau mit ihrem vielfältigen Aufgaben- und Verantwortungsspektrum allein gelassen wird und sich überfordert fühlt. Das Hauptziel ist es, Ihnen praktische Hilfe bei der Bewältigung von Haushaltspflichten zu geben. Hierzu wird der Verein „Nachbarschaftshilfe eV" unter Beteiligung des Jugendamtes kontaktiert. Sie bietet unter anderem Hilfestellungen im täglichen Leben, wie Hilfe im Haushalt, beim Einkaufen, Putzen oder bei der Kinderbetreuung. Frau X erhält derzeit zweimal wöchentlich eine Haushaltshilfe, deren Kosten vom Jugendamt bezuschusst werden. Außerdem wandte sich die Trainerin an ein nahe gelegenes Zentrum für Mütter. Es gibt Müttern die Möglichkeit sich zu unterhalten und Erfahrungen auszutauschen, eine Nanny zu finden, gemeinsam ins Theater oder Kino zu gehen, verschiedene Kurse, Kreativgruppen etc. Im Zentrum für Mütter erhalten Frauen für einige Leistungen eine Gebühr. Im Fall von Frau X.
milabender85